Peaceful Warrior – der friedvolle Krieger

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Der friedvolle Krieger liest sich zuerst einmal wie ein Paradox.

Doch in den letzten Wochen in dieser Situation, in der Meinungen aufeinanderprallen und verbale Kriege bis unter die Gürtellinie und Würde geführt werden, sind die Wörter Kampf, durchhalten, folgen, Verschwörung, Todesopfer allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Es sind Worte, die sehr viel mit Kriegsführung zu tun haben, so empfinde ich das.

Wir als Gesellschaft sind in einem Zustand äußerster Anspannung, versuchen uns festzuhalten an Statistiken und haben uns  für den Ernstfall vorbereitet, eben wie im Krieg. Doch der neue Gegner ist vielfältig, hat viele Gesichter: Von Virus bis Einschränkung der Meinungsfreiheit stürzen wir uns auf den Gegner, der am meisten unserer Ideologie widerspricht. Vielleicht werde ich, wenn Du das liest, jetzt in diesem Moment zu Deinem neuen Gegner, weil ich auf keiner Seite bin, also auch nicht auf Deiner, so empfindest Du das vielleicht. Ich selbst allerdings habe nicht die Intention, gegen oder für Dich zu sein, sondern mit Dir.

Wir sind aber im Krieg.

Da muss man sich auf eine Seite schlagen, sonst wird man von beiden Seiten gleichermaßen ins Visier genommen, es wird scharf und taktisch gezielt und dann abgeschossen,(wenn auch nur) verbal.

Doch Worte haben die größte Macht auf Erden. Ohne das Wort gibt es keine Manifestation.

Auch ich bin im Krieg. Ich kämpfe. Ich kämpfe mit meinem Herz und meinem Nabel. Also mit meinem Machtzentrum, das trennt und wütend ist, und meinem Herz, das vereint, das mich von Dir und allen anderen nie trennen kann, das trauern kann, sein lassen kann, alles annimmt, auch offen bleibt, wenn es schmerzt.

Manchmal weint mein Herz.

Wenn ich sehe, wie gestandenen, ehrlichen Menschen Ihre Firmen, ihre Mitarbeiter aus den Händen gleiten, sie haben mit Herzblut Ihre Unternehmen aufgebaut, haben Arbeitsplätze geschaffen, etwas Positives zur Gesellschaft beitragen. Jetzt müssen sie kapitulieren, Ihr Lebenswerk, welches Sie für die Gesellschaft und sich selbst geschaffen haben, entrinnt Ihnen.

Wenn ich sehe, wie die offensichtliche Trennung zwischen Staat und Gesellschaft sichtbar wird. Wenn ältere Damen von 12 Polizisten in die Knie gezwungen werden und abgeführt, weil sie den Munschutz nicht richtig trug.

Ich weine auch, wenn Kinder sich nicht mehr von Ihren Verstorbenen verabschieden dürfen, wegen Ansteckungsgefahr. Wenn die Verstorbenen einfach schnell abtransportiert werden. Es keine Beerdigung gibt, bei der man sich in den Arm nehmen kann, um die trauernden Herzen zu vereinen.

Meinen Nabel jedoch setze ich nicht gegen Dich ein. Nicht gegen Deine Meinung und nicht für Deine Meinung.

Meinen Nabel, mein Machtzentrum setze ich nicht dafür ein, mir Dir zu kämpfen, sondern mit mir.

Es kann sein, dass Dich dieser Satz wütend macht. Dass Du nun in Abwehr gehst und Gründe findest, Dich von dieser Aussage zu trennen. Es kann auch sein, dass Du wütend wirst, aber weiterliest – das wäre eine gute Möglichkeit, Deine Wut anstatt für Destruktivität gegen andere jetzt für Dich umzuwandeln in eine Flamme, die ganz allein für Dich brennt und niemanden verbrennt, die aus Wut Mut macht.

Vielleicht hast Du auch schon ganz verstanden was ich meine, dann bist Du schon mit meinem Herzen, dann können wir schon jetzt verbunden sein.

Ich setze meine Identität, meine Macht, meine Kraft ein, diese Situation mit meiner eigenen Integrität und Disziplin zu füllen. Mich auf mich zu konzentrieren und meine Möglichkeiten in dieser Krise auszuloten und für mich zu handeln. Zu sehen, wofür ich dankbar sein kann. Meinen Verlobten und mich aufzubauen, uns positiv zureden, gut zu essen, Yoga und Meditation zu praktizieren, meine künstlerischen Neigungen nachzugehen, mich zu nähren  auf allen Ebenen. Mich auszuruhen, wenn ich müde bin.

In meinem Herz zu bleiben. Dafür brauche ich meine ganze Kraft, meine ganze Macht.

Mein Leben auf eine Weise zu leben, die mich glücklich macht.

Auch wenn draußen Krieg ist. In mir lasse ich nicht zu, dass dies auf mich übergeht, mit meiner ganzen Macht kämpfe ich für meinen inneren Frieden, für mein Wohlergehen auf allen Ebenen.

Auch wenn Angst, Panik, Aggression, Unsicherheit, in jedem Augenblick zu spüren sind.

Ich kämpfe mit all meiner Macht, diese Gefühle mich nicht besiegen zu lassen. Das in meinem Haus Frieden herrscht, auch wenn an der Türschwelle die Angst als Herrscher wartet.

Ich kämpfe für mein Bewusstsein, für meine Diziplin, für meine Integrität.

Und wenn Du für etwas im Außen kämpfst, dann kämpfe für Dich, nicht gegen Dich. Kämpfe nicht mit Angst, Wut und Ablehnung, sondern mit Stärke, Gleichmut und Integrität.

Das ist für mich das Paradox des friedvollen Kriegers.

Online-Workshop zu diesem Thema:

am 16.Mai um 10 Uhr:

https://www.facebook.com/events/916256425488560/

Wir arbeiten mit Meditationen und Übungen aus dem Kundalini Yoga sowie ayurvedischen Grundprinzipien.

Ich wünsche Dir eine offenes Herz, eine klare Intuition und innere Stärke.

Licht und Liebe

Virpal Kaur

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